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Alt 01.06.2011, 10:18   #1
alfredo
Neuer Teilnehmer
 
Registriert seit: 01.06.2011
Beiträge: 1
Freihändiger Verkauf vor ZVG: Forderungen WEG

Hallo an Alle,

ich komme in folgendem Fall nicht weiter:

KÄUFER möchte Wohnung, für die bereits ZV terminiert ist, vorher in frehändigem Verkauf kaufen. Ist sich mit VERKÄUFER / SCHULDNER einig. Kaufpreis: Verkehrswert.
Die Bank ist einverstanden und hat bereits schriftlich bestätigt, dass sie die Grundschuld gegen Zahlung Kaufpreis freigeben würde.

VERKÄUFER hat einige Wohngeldrückstände gegenüber WEG. Diese sind zwar NICHT im Grundbuch eingetragen, allerdings muss die WEG-Verwaltung einem freihändigen Verkauf zustimmen (steht so im Grundbuch).

FRAGE: Kann die WEG-Verwaltung für die Zustimmung zunächst gem. § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG die Deckung aller Wohngeldrückstände des Schuldners fordern? Greift hier auch die 5%-Deckelung?

Im Grunde genommen hat die WEG den Käufer ja in der Mangel, da auch eine Klage auf Zustimmung so lange dauern würde, dass zwischenzeitlich die ZV stattgefunden hätte. Also wie vorgehen?

Vielen Dank!
alfredo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2011, 14:14   #2
Anagrom Ataf
Moderator
 
Registriert seit: 13.01.2005
Beiträge: 21.481
Warum sollte die Verwaltung die Zustimmung wegen der Rückstände verweigern? Wenn sie nicht gezahlt werden, bleibt ja die dingliche Haftung der Wohnung auch nach dem Verkauf bestehen und ggf. würde die Zwangsversteigerung betrieben. Mit der günstigen Rangposition ist das sogar bei geringen Rückständen erfolgssicher. Der neue Eigentümer kann das Problem natürlich durch Bezahlung abwenden, müsste dann wegen des Geldes aber hinter dem alten Eigentümer herlaufen. Solche Rückstände sollten immer im Kaufvertrag berücksichtigt werden.
__________________
Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll.
Anagrom Ataf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2011, 07:44   #3
HSRC
Häufiger anwesend
 
Registriert seit: 09.05.2008
Beiträge: 21
Zitat:
Zitat von Anagrom Ataf Beitrag anzeigen
Warum sollte die Verwaltung die Zustimmung wegen der Rückstände verweigern? Wenn sie nicht gezahlt werden, bleibt ja die dingliche Haftung der Wohnung auch nach dem Verkauf bestehen und ggf. würde die Zwangsversteigerung betrieben. Mit der günstigen Rangposition ist das sogar bei geringen Rückständen erfolgssicher.
Habe ein ähnliches Problem und würde mich - falls erlaubt - gerne hier kurz einklinken:

Verkauf ETW, KEIN ZV-Verfahren anhängig, WEG-Forderungen tituliert aber keine Sicherungshypothek, KEINE Zustimmung des Verwalters erforderlich, KEINE Haftung des Neuerwerbers in Teilungserklärung vereinbart.

Kann in diesem Fall "gefahrlos" beurkundet werden?
(gefahrlos für den Käufer in Bezug auf die rückständigen Hausgelder)

Hatte bereits den Notar/RA gefragt und "grünes Licht" bekommen, lese jetzt hier etwas von dinglicher Haftung der Wohnung, daher bin ich jetzt etwas verunsichert...

Könnte ich im "Ernstfall" den Notar haftbar machen, habe seine Aussage zu dem Sachverhalt schriftlich vorliegen.

Gruß Ralf
HSRC ist offline   Mit Zitat antworten
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