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Alt 10.01.2005, 10:40   #1
shonsk
Gast
 
Beiträge: n/a
Nebenkostenabrechnung: falsche Heizkosten?

Hallo,
ich muss leider etwas weiter ausholen um meine Frage verständlich zu machen. Also folgendes:
Sowohl Ende 2001 als auch Ende 2002 sind bei mir die Heizungen (Röhrchen) nicht abgelesen worden, weil ich an dem Tag nicht zuhause war. Die jeweilgen Nebenkostenabrechnungen für 2001 und 2002 enthielten "Schätzwerte", wie mir aber von der Hausverwaltung erst auf Nachfrage in 2003 mitgeteilt wurde (weil ich mich wunderte das ein Raum, den ich nie heize, erhebliche Heizkosten verursachte). Ich hatte eine nicht unerhebliche Nachzahlung zu leisten, habe aber nichts weiter unternommen. Ende 2003 sind die Röhrchen dann abgelesen worden, die Ablesewerte seien jedoch völlig unrealistisch sagte mir der Ableser, die wären nur genau wenn sie ein Jahr drin sind, sonst kommt es zu Selbstverdunstung.
Nun bekam ich die Nebenkostenabrechung für 2003, die Werte für Heizung entsprechen in etwa denen von 2002.
ABER: Im Dezember sind die Heizungen wieder abgelesen worden, diesmal mit korrekten Werten, die erheblich (! und zwar nur etwa die Hälfte !!) unter den "geschätzten" Werten von 2002 und 2003 liegen.
Laut Abrechnung habe ich für 2003 eine (wenn auch geringe) Nachzahlung zu leisten.

Was tun?

Die angenommenen Verbrauchswerte für die Heizung sind mit Sicherheit zu hoch, aber wie kann ich das nachweisen? Reicht ein Verweis auf die korrekt abgelesen Werte von 2004? Dann müsste ich nämlich sogar einiges an Nebenkosten erstattet bekommen...

Ausserdem gibt es doch Fristen für die Geltendmachung einer Nachzahlung. Die Abrechnung fand ich am 3.1. im Briefkasten, ohne Poststempel. Am 26.12. lag sie noch nicht im Briefkasten, der Hausverwalter musst sie also zwischen dem 27.12. und 3.1. (mit Zahlungsforderung bis zum 30.12., haha) eingeworfen haben. Ist das überhaupt noch fristgerecht? Wer steht da in der Nachweispflicht?
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Alt 10.01.2005, 13:59   #2
Cigaan
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo Shonsk,

normalerweise geben die Ablesedienste einen alternativen Termin an, wenn nicht abgelesen werden konnte. Hast Du dem Ablesedienst mitgeteilt, das du bei dem Ablesetermin nicht da sein kannst? Wenn der Ablesedienst nicht ablesen kann, bleibt ihm keine andere Möglichkeit, als zu schätzen. Der Ablesedienst schätzt aufgrund von Vorjahreswerten. Wie war denn die Abrechnung 2000?

Hast Du damals gegen die beiden Abrechnungen Widerspruch eingelegt?
Hast Du die damaligen Nachzahlungen bezahlt?
Man kann das natürlich so sehen, das wenn Du keinen Widerspruch eingelegt hast und auch die Nachzahlungen bezahlt hast, das Du praktisch der Richtigkeit der Abrechnung zugestimmt hast.

Der Mieter muss Einwendungen gegen die Abrechnung des Vermieters spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung erheben. Hält der Mieter diese Frist nicht ein, ist er mit seinen Einwendungen ausgeschlossen, es sei denn, er hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.

Der Mieter muß innerhalb von 30 Tagen, nach Zugang der Abrechnung zahlen. Zahlt er nicht, kann der Vermieter am 31. Tag klagen.

Du kannst davon ausgehen, das der Vermieter nachweisen kann, das die Abrechnung bis zum 31.12. eingegangen ist, wenn Du nicht das Gegenteil beweisen kannst. Das würde ja so ablaufen: Du sagst, das Du nicht bezahlst weil die Abrechnung erst am 03.01. eingegangen ist. Er sagt dann, das er die Abrechnung unter Zeugen am 27.12. eingeworfen hat. Wenn Du das nicht beweisen kannst, dann ... :-)

Gruß Dirk
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Alt 10.01.2005, 14:46   #3
shonsk
Gast
 
Beiträge: n/a
Zu den Fragen:

-ich bin erst Mitte 2001 eingezogen
-es hat nur eine kurze Mitteilung von der Hausverwaltung gegeben, "am xx.xx. zwischen 14 und 15 Uhr ist die Ablesung...", kein Hinweis auf Rückmeldung, Ausweichtermin etc.
-für 2001 habe ich keinen Einspruch eingelegt
-für 2002 habe ich beim Vermieter Einspruch eingelegt, der hats an die Hausverwaltung weitergeleitet, die hat beim Ableser angefragt. Ich habe dann die Nachzahlung dem Vermieter überwiesen, allerdings "unter Vorbehalt".
-für 2003 geht es "nur" um eine Nachzahlung von 85€, aber: wenn ich die Ablesewerte von 2004 zugrunde lege, müsste ich ca. 200€ zurückbekommen!

Ach noch was, auf der Abrechnung steht im Adressfeld zwar mein Name, im Anschreiben aber ein völlig falscher (kein Schreibfehler, lediglich der Anfangsbuchstabe ist richtig). Reicht das als Formfehler aus, um die Nachzahlung zu verweigern?
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Alt 11.01.2005, 14:48   #4
Cigaan
Gast
 
Beiträge: n/a
Reden

Es geht sich ja um die Abrechnung und die hat ja den richtigen Namen, das Anschreiben ist dafür ja unerheblich, da der Eigentümer den Brief persönlich eingeworfen hat und Du ihn ja auch geöffnet und darauf reagiert hast.

Du hattest dem Eigentümer damals aber nicht mitgeteilt, das Du an dem Ablesetermin nicht da sein kannst oder. Wenn nein, mußte er davon ausgehen, können das ordnungsgemäß abgelesen werden kann. Bei der zweiten Abrechnung war das ja dann das gleiche oder? In 2003 hat er dann aufgrund Deines Widerspruch beim Heizkostendiest nachgefragt, und die haben ihm dann gesagt, das die Werte aus Deiner Wohnung geschätzt wurden, weil sie nicht ablesen konnten.

Man kann auch nicht jedes Jahr miteinander vergleichen z. B. 2004 ein recht mildes Jahr und 2002 dagegen war schon recht kalt. Bei der Erfassung mit Verdunstungsröhrchen bleibt dem Heizkostendienst ja nichts anderes übrig, als nach Vorjahreswerten zu verteilen.

Gruß Dirk
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Alt 12.01.2005, 09:49   #5
shonsk
Gast
 
Beiträge: n/a
Dann muss aber doch auf der Heizkostenabechnung des Ablesers auch vermekrt sein, dass die Werte geschätzt wurden. Der hat aber Verbrauchswerte eingetragen, so dass ich davon ausgehen musste, es seien tatsächlich die Werte abgelesen worden (sonst hätte ich ja schon beim ersten Mal nachgehakt).
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