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Alt 17.05.2009, 19:43   #1
dorogoj
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Beiträge: 49
Frage Möglichkeiten auf berufliche Integration ...?

Hallo zusammen,

eine Person hat den Beruf des Verwaltungsfachangestellten erlernt.

Sie hat vor Jahren einen Autounfall und seitdem erhebliche Rückenprobleme (angeknackster Halswirbel, Spinalkanalstenose ...) und einem Schwerbehinderten gleichgestellt (40 GdB).

Aufgrund der Arbeitsmarktlage ist sie angehalten, zurzeit als Auslieferungsfahrer zu arbeiten, da andere, zumindest Vollzeitjobs und einigermaßen gut bezahlte, nicht zu finden sind. Primär möchte er natürlich wieder sehr gerne im öffentlichen Dienst oder in der Privatwirtschaft im Büro arbeiten.

Das lange Fahren und ständige Be- und Entladen von teilweise schweren Packstücken vermehrt die Rückenprobleme.

Die Person wird bei der Agentur für Arbeit als Arbeit suchend geführt.

Gibt es für die Person Möglichkeiten, sich BU zu melden und evtl. eine Zusatzrente zu erhalten oder aufgrund der Rückenprobleme eine Fortbildung, eine Weiterbildung oder eine Umschulung (ohne finanzielle Einbußen) zu erhalten oder welche Wege gibt es noch, aus der unzufriedenen Arbeitssituation herauszukommen, ohne arbeitslos zu werden? Bewerbungen werden regelmäßig geschrieben - auch bundesweit! Meist aber initiativ, also meist von vornherein zu einer Absage verdammt.

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße
dorogoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2009, 19:55   #2
finda
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wie alt ist besagte Person denn?
Hatte sie selber schuld am Unfall oder zahlt /zahlte eine Versicherung?
Darf sie auf grund der Erkrankung überhaupt im jetzigen arbeitsfeld arbeiten?
Und wer ist der versicherungsträger?
was ist mit einem BU festellungsverfahren oder reha durch die Krankenkasse?

LG finda
finda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2009, 19:55   #3
Traugott
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Beiträge: 82
Zuerst sollte man mal Ordnung in die Fragestellung bringen.

1.Wieso Job als Fahrer,wenn bei der ARGE als arbeitssuchend geführt.?

2.Was will die Person nun eigentlich-einem Job oder Berufsunfähigkeit ?
Traugott ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2009, 20:20   #4
dorogoj
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Beiträge: 49
Zitat:
Zitat von finda Beitrag anzeigen
wie alt ist besagte Person denn?
Hatte sie selber schuld am Unfall oder zahlt /zahlte eine Versicherung?
Darf sie auf grund der Erkrankung überhaupt im jetzigen arbeitsfeld arbeiten?
Und wer ist der versicherungsträger?
was ist mit einem BU festellungsverfahren oder reha durch die Krankenkasse?
Die Person wird dieses Jahre 30.

Der Unfall war vor fast neun Jahren und war selbstverschuldet.

Es zahlt keine Versicherung eine private Rente oder dergleichen!

Ob sie das darf, weiß sie nicht! Woher soll sie das wissen? Sie weiß "nur", dass die Schmerzen aufgrund des Jobs verschlimmert werden.

Die Person ist über die Deutsche RV versichert.

Die Person hat bereits zwei Reha-Maßnahmen aufgrund des Unfalls erhalten. Die letzte war vor über vier Jahren. Ein BU-Feststellungsverfahren wurde (noch) nicht gestartet. Inwieweit kann die Person überhaupt BU erhalten?
dorogoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2009, 20:21   #5
feechen
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Berufsunfähigkeit als Verwaltungsfachangestellte, wenn diese durch einen Amtsarzt für die Berufsgenossenschaft festgestellt wurde.

Als Fahrer arbeitet sie ja anscheinend aus freien Stücken, sie müsste da erst einmal häufig aufgrund ihrer Rückenerkrankung ausfallen, dass ihr diese Beschäftigung nicht mehr zu zumuten ist (gesundheitlich).
Aber, ob ihr in dem Bereich eine Berufsunfähigkeit nützlich sein könnte, ist fraglich, weil es ja nicht ihr eigentlicher Beruf ist, für den müsste eine Berufsunfähigkeit festgestellt werden.

hi Traugott,

arbeitssuchend kannst du dich immer melden, auch wenn du einer Beschäftigung nachgehst. Arbeitslos melden kannst du dich nur, wenn du keine Arbeit mehr hast, oder der Verlust droht.
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Alt 17.05.2009, 20:25   #6
dorogoj
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Beiträge: 49
Zitat:
Zitat von Traugott Beitrag anzeigen
1.Wieso Job als Fahrer,wenn bei der ARGE als arbeitssuchend geführt.?

2.Was will die Person nun eigentlich-einem Job oder Berufsunfähigkeit ?
1. Die Person erhält, trotz des Jobs, in der die Person sich zurzeit in der Probezeit befindet und welcher befristet für ein Jahr ist, Vermittlungsvorschläge vom Arbeitsvermittler bei der Agentur für Arbeit. Als Arbeit suchend kann man ja auch geführt werden, obwohl man sich in Arbeit befindet.

2. Die Person will einen Job im Büro! Nur will die Person sehr gerne wissen, ob es die (zusätzliche) Möglichkeit gibt, eine Zusatzrente zu erhalten und, oder auch in Bezug auf die Arbeitsvermittlung für egwisse Jobs offiziell als nicht geeignet geführt zu werden, was evtl. Ärzte entsprechend attestieren können, müssen, damit die Person nicht als in Berufen, wie z. B. als Fahrer, arbeiten muss, die nicht gut für die Gesundheit sind.
dorogoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2009, 20:32   #7
dorogoj
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Beiträge: 49
Zitat:
Zitat von feechen Beitrag anzeigen
Berufsunfähigkeit als Verwaltungsfachangestellte, wenn diese durch einen Amtsarzt für die Berufsgenossenschaft festgestellt wurde.

Als Fahrer arbeitet sie ja anscheinend aus freien Stücken, sie müsste da erst einmal häufig aufgrund ihrer Rückenerkrankung ausfallen, dass ihr diese Beschäftigung nicht mehr zu zumuten ist (gesundheitlich).
Aber, ob ihr in dem Bereich eine Berufsunfähigkeit nützlich sein könnte, ist fraglich, weil es ja nicht ihr eigentlicher Beruf ist, für den müsste eine Berufsunfähigkeit festgestellt werden.
Da haben wir eben fast zeitgleich geschrieben.

D. h., die Person müsste einen Termin beim Amtsarzt von der Agentur für Arbeit erhalten, der dann bestätigen muss, dass die Person eben für manche Berufe, wie z. B. als Fahrer, nicht geeignet ist. Erst danach kann eine Umschulung oder dergleichen bewilligt werden!?

Genau. Die Person arbeitet freiwillig als Fahrer, damit sie überhaupt arbeitet, Geld verdient und eben nicht arbeitslos ist.

Wenn die Person, die sich zurzeit noch in der Probezeit eines auf ein Jahr befristeten AV befindet, ständig aufgrund von Rückenproblemen krank ist, wird die Person nicht allzu lange dort arbeiten!?

D. h. BU für den Job als Fahrer wäre zwar möglich, aber würde ihr nichts bringen, also z. B. auch keine Zusatzrente, weil es eben nicht ihr erlernter Beruf ist! Aber Auslieferungsfahrer ist ja auch kein Ausbildungsberuf! Aber das dürfte wahrscheinlich keine Rolle spielen!?
dorogoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2009, 20:45   #8
feechen
Gast
 
Beiträge: n/a
Richtig, bei Berufsunfähigkeit geht es immer nur um den Beruf, nicht um irgendwelche Hilfsjobs, es sei denn es gibt keinen 'richtigen Beruf'.

Wenn das mit dem Fahren gesundheitlich nicht geht, wird diejenige dementsprechend oft einen Arzt aufsuchen müssen, und der wird ihr eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen, eventuell sogar dass sie den Fahrerjob nicht ausüben kann.
Das könnte ihr maximal unverschuldete Arbeitslosigkeit einbringen. (Keine Leistungssperre)

Aber berufsunfähig ist sie erst, wenn sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist als Verwaltungsfachangestellte zu arbeiten.

Mit 30 Jahren auf eine Rente zu setzen wäre eine richtig schlechte Entscheidung, weil vermutlich könnte sie dann aufstockend H4 beantragen, und müsste mit diesem Minimum Jahre lang leben.

Wenn es irgendwie geht, sollte sie versuchen eine Tätigkeit zu finden, von der sie leben kann, und die sie gesundheitlich ausüben kann.
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Alt 17.05.2009, 21:32   #9
dorogoj
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Beiträge: 49
Zitat:
Zitat von feechen Beitrag anzeigen
Richtig, bei Berufsunfähigkeit geht es immer nur um den Beruf, nicht um irgendwelche Hilfsjobs, es sei denn es gibt keinen 'richtigen Beruf'.
Da die Person aber erst 30 wird, gibts für die ja keine BU mehr, wie ich in der Zwischenzeit erfahren habe, sondern lediglich eine Erwerbsminderungsrente.

Zitat:
Zitat von feechen Beitrag anzeigen
Mit 30 Jahren auf eine Rente zu setzen wäre eine richtig schlechte Entscheidung, weil vermutlich könnte sie dann aufstockend H4 beantragen, und müsste mit diesem Minimum Jahre lang leben.
Das hat sich die Person auch gedacht, aber wollte sich zumindest einmal darüber informieren.

Zitat:
Zitat von feechen Beitrag anzeigen
Wenn es irgendwie geht, sollte sie versuchen eine Tätigkeit zu finden, von der sie leben kann, und die sie gesundheitlich ausüben kann.
Das ist natürlich das primäre Ziel der Person, aber leider nicht ganz einfach!
dorogoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.05.2009, 15:40   #10
finda
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Beiträge: 9
also ich kann nur sagen wie es bei mir war.
und hätte den Vorschlag:
Arzt gehen, und neue REHA beantragen, die wird erst einmal abgelehnt, dann Einspruch mirt allen erklärungen an den versicherungsträger. der genemigt dann Reha . Dort wird dann festgestellt in wie weit ich im meinem erlernten Beruf noch arbeiten kann. Wichtig hierbei ob 6 stunden oder weniger.
Und ob ich umschulen kann. Hier entscheidet dann auch die Beratung die vor Ort in der Reha tätig ist mit.
Das Gutachten oder der Bericht geht zum Versicherungsträger.
BU gibts nicht mehr, weil zu jung, das wurde ja schon erwähnt. Die Erwerbsunfähigkeitsrente kann 1/4 1/3 1/2 oder ganz zugesagt werden.
DANN darf ich aber im erlernten Beruf nicht mehr arbeiten. Darf aber bis zu bestimmten Höhen Geld dazu verdienen.

Mit 30 Jahren ist eine Umschulung möglich. Ich mit 55 habe keine mehr bekommen. Aber eine Integrationshilfe für 2.5 Stunden zur Unterstützung bei 30 % schwerbehinderung und Gleichstellung . Allerdings hatte ich eine feste Arbeit.
Einige Firmen stellen "Behinderte" ja ein um die Quoten zu sichern , und weil es Zuschuss on der Arge gibt.

LG finda
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