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Alt 14.07.2009, 19:22   #1
GloryPrincess
Neuer Teilnehmer
 
Registriert seit: 14.07.2009
Beiträge: 2
Mutter macht Schulden auf Namen der Tochter...

Hi, ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Meine Mutter hat auf meinen Namen etwas bestellt und nicht bezahlt. Durch Zufall bekam ich einen Brief von einem Inkassounternehmen in die Hände und erfuhr so von der Sache. Es war zum Glück nur eine kleine Summe, die ich begleichen konnte, aber nun habe ich Angst, das es da noch mehr Forderungen gibt, von denen ich nichts weiß. Was macht man denn in einem solchen Fall? Angenommen, ich habe bereits etliche Schulden, die aber nicht ich, sondern meine Mutter auf meinen Namen gemacht hat. Muß ich sie dann anzeigen?
Natürlich habe ich meine Mutter zur Rede gestellt. Wir wohnen 600km voneinander entfernt, also rief ich sie an und fragte sie, was das soll?! Erst hat sie alles abgestritten und dann eine Bestellung doch zugegeben. Aber ich fürchte, da ist noch mehr.
Ich bin im Moment noch ziemlich fassungslos, maßlos enttäuscht und hoffe, ihr habt ein paar hilfreiche Informationen für mich...

Mary
GloryPrincess ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2009, 19:30   #2
manshadow
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von GloryPrincess
Ich bin im Moment noch ziemlich fassungslos, maßlos enttäuscht und hoffe, ihr habt ein paar hilfreiche Informationen für mich...
Mehr als Ihre Mutter fragen werden Sie im Moment nicht können. Oder abwrten was da noch alles kommt.
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Alt 14.07.2009, 21:38   #3
BabyOne
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 28.06.2005
Beiträge: 2.220
Grundsätzlich gilt, wer bestellt, bezahlt, und das selbst dann wenn er einen fremden Namen benutzt. Wenn beide 600 km weit entfernt wohnen und die Lieferungen immer zur Mutter gegangen sind, dürfte das im Streitfall auch ganz gut nachzuweisen sein (Meldebescheinigung etc.). Nur wenn man tatsächlich Kenntnis bekommt von einem Mahnbescheid oder einem Vollstreckungsbescheid, dann darf man auf keinen Fall zögern und muss sofort Widerspruch bzw. Einspruch einlegen.

Ich würde evtl. für ein paar Euro eine Selbstauskunft bei der Schufa beantragen und mal nachsehen, ob da nicht irgendwas eingetragen ist.
BabyOne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2009, 10:49   #4
zatoichi
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 06.01.2009
Beiträge: 1.165
Hallo GloryPrincess,

bei einem mir bekannten Fall lief es wie folgt ab:

Mutter und Sohn wohnten zusammen. Mutter bestellte im Namen des Sohnes. Forderungen wurden demzufolge an Sohn gerichtet, der logischerweise nicht zahlte. Es kam zur Anzeige und es wurde dann in der Verhandlung (?) ein Unterschriftenvergleich gefordert. Damit konnte man klar erkennen, dass der Sohn die Bestellungen nicht getätigt hatte....

Wenn Deine Mutter aber auf Deinen Namen bestellt, ist die Gefahr groß, dass es bereits weitere Forderungen (an Deine Mutter gibt) und sie vermutlich ihre eigenen Forderungen nicht mehr begleichen kann bzw. unter ihrem Namen bei den Unternehmen nix mehr bestellen kann/darf.

Dieses Verhalten kann auf eine Kaufsucht hindeuten. Wenn es Dir möglich ist (ändern kannst Du es nicht, wenn es so sei, aber zumindest kannst Du es mal ansprechen), versuche noch mal mit Deiner Mutter zu reden ggf. Vorschläge für Beratungsstellen machen.

Lg zatoichi
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"Voraussagen sind schwierig-vor allem wenn sie die Zukunft betreffen." Niels Bohr
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Alt 15.07.2009, 11:35   #5
mark8568
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 14.10.2008
Beiträge: 2.816
Wusst ichs doch, daß wir das Thema schon mal hatten
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Gruß aus Nürnberg
60% aller Jugendlichen blicken optimistisch in die Zukunft. Die restlichen 40% haben kein Geld für Drogen...
mark8568 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2009, 16:46   #6
GloryPrincess
Neuer Teilnehmer
 
Registriert seit: 14.07.2009
Beiträge: 2
Hi....

vielen Dank für eure Antworten.
Bei der SCHUFA war ich heute, ist noch alles ok, bis jetzt.

@ BabyOne: ich glaube meine Mutter kauft aus Langeweile. Sie ist ziemlich viel allein und mit Geld konnte sie noch nie gut umgehen. Ich weiß, das mein Vater und mein Opa über die Jahre immer wieder ihr Konto ausgleichen mussten. Zum Psychologen wird sie nie gehen, sie geht ja nicht mal zum Augenarzt...

@zatoichi: vor Gericht müsste sich beweisen lassen, das meine Mutter bestellt hat...aber wie kann man sich vor so etwas in Zukunft schützen?

@mark8568: Danke für den Hinweis. Hab mir das angeschaut...eine Anzeige scheint ja tatsächlich der einzige Weg zu sein. Das ist alles ziemlich schrecklich.

Trotzdem noch mal vielen Dank für die Antworten!
GloryPrincess ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2009, 18:25   #7
AlSei
Foren-Dauerbesucher
 
Registriert seit: 13.12.2007
Beiträge: 104
Aus eigener Erfahrung weiß ich, das man bei den bekanntesten Versandhäusern nicht mehr auf Rechnung bestellen kann, wenn man negativ aufgefallen ist.

Desweiteren hat mir mein Bankberater seinerzeit empfohlen, mich sperren zulassen. Wie das funktioniert weiß ich aber nicht, da ich noch die Kurve gekriegt habe.

Ich würde einfach mal bei einigen Anbietern nachfragen, ob und wie das funktioniert.

Ansonsten hilft es vielleicht, wenn Deine Mutter sich ein Hobby sucht. Handarbeiten und Basteleien haben mir geholfen.

Gruß

AlSei
AlSei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2009, 18:28   #8
mark8568
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 14.10.2008
Beiträge: 2.816
Man kann bei den Versandhäusern anrufen und mit denen vereinbaren, daß Lieferung nur gegen Vorauskasse erfolgen soll.

Das ganze dann noch schriftlich bestätigen und dann sollte dem ganzen ein Riegel vorgeschoben sein
__________________
Gruß aus Nürnberg
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mark8568 ist offline   Mit Zitat antworten
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