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Alt 09.10.2009, 07:32   #1
Cybersnake
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Registriert seit: 09.10.2009
Beiträge: 4
Trotz Kündigung wurde weiter Geld eingezogen. Wie lange kann ich einen Widerruf einle

Hallo Zusammen,

ich habe meinen Vertrag in einem Fitnessstudio vor langer Zeit gekündigt und auch eine Kündigungsbestätigung erhalten. Alles in der korrekten Kündigungsfrist. Jetzt wurde aber immer weiter per Bankeinzug abgebucht.

Kann ich das komplette Geld wieder einfordern oder ist das Geld weg? Gibt es dort eine Frist für die Rückforderung? Das ich Einzüge die jünger als 6 Wochen sind ist mir bekannt.

Beispiel: 12 Monate je 15 Euro = Rückforderung von180 Euro

Danke
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Alt 09.10.2009, 08:03   #2
Spezi1980
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Registriert seit: 01.08.2007
Ort: 28816 Stuhr-Varrel
Beiträge: 3.594
zu wann galt die kündigung (steht in der kündigungsbstätigung) und bis wann wurde einfach geld abgebucht ?
__________________
Ich bin kein Jurist und bitte alle Beiträge auch so zu behandeln.
Bevor man hier einen Beitrag schreibt empfielt sich das Lesen der Nutzungsbedingungen
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Alt 09.10.2009, 08:03   #3
pragmatiker
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Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 1.108
bei der bank nur 12 wochen (ich glaube das hat sich ganz kürzlich in europa geändert von 6 auf 12 wochen). alles davor kann man nur fordern und wenn nicht gezahlt wird, einklagen.
__________________
"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit. Sie begründet die Vielherrschaft der Dummen." (Marie von Ebner-Eschenbach)
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Alt 09.10.2009, 08:13   #4
Cybersnake
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Registriert seit: 09.10.2009
Beiträge: 4
Also,

die Kündigung ging am 12.09.2007 im Fitnesstudio ein. Die Kündigungsbestätigung habe ich am 25.09.2007 bekommen und im Schreiben wird mir die Kündigung vertragsgemäß zum 21.11.2007 bestätigt. Das Geld wird bis heute noch regelmäßig abgebucht.

Vorgeschichte:
Da ich den Wohnort gewechselt habe, habe ich mich in einem anderen Fitnessstudio angemeldet. Dort musste ich jetzt korrekter Weise den Vertrag verlängern. Dabei ist aufegefallen, dass der Betrag der abgebucht wurde vom alten Fitnesstudio stammt, da mir das jetzige bis heute kein Geld abgebucht habe (Ich habe neue Mitglieder geworben und die Prämie wurde mit dem Mitgliedsbeitrag verrechnet. Dadurch wurde mir bis zur jetzigen Vertragsverlängerung kein Beitrag abgebucht). Ich habe aber Gedacht der abgebuchte Betrag wäre für das neue Fitnessstudio. Also ein Verwechslungsfehler.
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Alt 09.10.2009, 09:08   #5
goldnugget
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Registriert seit: 23.04.2007
Beiträge: 10.272
Zitat:
Zitat von Cybersnake Beitrag anzeigen
die Kündigung ging am 12.09.2007 im Fitnesstudio ein. Die Kündigungsbestätigung habe ich am 25.09.2007 bekommen und im Schreiben wird mir die Kündigung vertragsgemäß zum 21.11.2007 bestätigt. Das Geld wird bis heute noch regelmäßig abgebucht.
Such dir die gesammelte Post von deiner Bank aus deinem Ordner.

Einmal am Ende jedes Quartals (vermutlich) bekommst du einen "Kontoabschluß" als Brief. Alle älteren Buchungen, für die du diesem Brief nicht widersprochen hast, sind aus Sicht der Bank unwiderruflich. Die mußt du also vom Geldempfänger zurückfordern (notfalls einklagen).

Alle Buchungen, die nach dem letzten Abschluß liegen, und alle Buchungen, bei denen du dem Abschluß noch widersprechen kannst (das sind die 6 oder 12 Wochen, die oben schon angesprochen worden sind), kannst du noch per Bank zurückbuchen lassen. (oder natürlich auch vom Geldempfänger zurückfordern - wenn du eh schon am fordern bist)
__________________
Meine Meinung gehört mir - wer sie mir abkauft, ist selber schuld
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Alt 09.10.2009, 09:23   #6
Cybersnake
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Registriert seit: 09.10.2009
Beiträge: 4
Ok. Danke erstmal an alle.

Aber jetzt unabhängig von der Bank kann ich das Geld auch direkt vom Geldempfänger zurückfordern, oder?

Muss man den Bankeinzug eigentlich explizit kündigen oder reicht es auch, wenn man den Vertrag für den er genutzt wird kündigt?

Was wäre das eigentlich rechtlich gesehen für ein Sachverhalt?
Ich habe eben bei Wikipedia zum Thema Lastschriftverfahren folgendes gelesen:


Das Lastschriftverfahren kann in betrügerischer Absicht benutzt werden, sowohl zur Kreditbeschaffung (Lastschriftreiterei) als auch als unberechtigter Lastschrifteinzug in der Tätererwartung, der belastete Kontoinhaber werde dies nicht bemerken. Beides ist als Betrug strafbar.

Die Privatperson kann durch einfache einmalige Erklärung den generellen Widerruf zum Einzugsermächtigungsverfahren gegenüber dem Kaufmann aussprechen. Trifft keine Stellungnahme des Kaufmanns als Belastendem ein, bleibt dieser Widerruf unwidersprochen. In diesem Fall ist eine erneute Belastung kein Widerspruch des Belastenden, sondern ein vertragswidriges Verhalten unter dem Strafvorbehalt des Betrugs.


Passt die Beschreibung denn hier auch so mit dem Betrug, oder ist das etwas hochgegriffen.

Ich will da ja auch nicht gleich mit einer Klage drohen. Möchte nur wissen, auf was man sich in diesem Fall berufen kann, da ich ein vollkommener "Nichtjurist" bin.

Gruß
Cybersnake
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Alt 09.10.2009, 09:37   #7
manshadow
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Cybersnake
Was wäre das eigentlich rechtlich gesehen für ein Sachverhalt?
[...]
Passt die Beschreibung denn hier auch so mit dem Betrug, oder ist das etwas hochgegriffen.
[...]
Ich will da ja auch nicht gleich mit einer Klage drohen. Möchte nur wissen, auf was man sich in diesem Fall berufen kann, da ich ein vollkommener "Nichtjurist" bin.
Hi,
Betrug ist hier wohl wirklich etwas zu hoch gegriffen, jedenfalls gibt es momentan keine Hinweise auf betrügerisches Verhalten, vielmehr liegt hier wohl nur Schlamperei vor - man muss aber sagen auch bei Ihnen ein klein wenig. Wenn da sganze schon seit 2007 geht und sie sich bis jetzt noch nicht gerührt haben....

Rechtlich haben Sie einen sogenatten Herausgeabeanspruch, das da sGeld offenbar ohne rechtlichen Grund eingezogen wurde bzw. der rechtliche Grund (Vertrag) später weggefallen ist. Das ganze nennt isch dann "ungerechtfertigte Bereicherung", steht im § 812 BGB. Das ist ein Zivilparagraph, d.h. hier müssen Sie selbst tätig werden.

am besten ist es, sie kontaktieren das Fitnessstudio direkt, nehmen die Kündigungsbestätigung mit und fordern das Geld seit der Kündigung zurück, setzen sie denen dafür eine Frist (z.B. 10 Tage). Das geht auch persönlich, je nach Struktur des Studios. also wenn es eine große Kette ist, machen die das eher zentral. Wenn es ein kleines Studio ist, ist der Anssprechpartner wohl eher dort zu suchen.

Wenn sich dann nichts rührt sollten sie auf jeden fall nachweisbar schriftlich agieren, um spätestens hier die voraussetzungen des Verzuges zu setzen. Das nämlich versetzt Sie später in die Lage auch Auslagen (z.b. für Mahnungen, Zinsen, Anwalt usw.) verlangen zu können.
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Alt 09.10.2009, 09:45   #8
Cybersnake
Neuer Teilnehmer
 
Registriert seit: 09.10.2009
Beiträge: 4
Ja. Das ich da auch gepennt habe sehe ich ein.

Gut, dann werde ich erst mal so vorgehen, dass ich das Fitnessstudio anschreibe und eine Frist setze.

Danke an Alle
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