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Alt 24.07.2007, 07:48   #1
Tomi
Gast
 
Beiträge: n/a
Übergabe der Kinder an die Eltern

Hallo miteinander,

wir sind ein Verein, der auch Kindern Musikunterrricht und musikalische Früherziehung anbietet.

Nach Ende einer Unterrichtsstunde werden die Kinder normalierweise von den Eltern abgeholt. Es gibt aber immer Fälle, bei denen die Kinder heimlaufen.

Wer trägt die Verantwortung, wenn dem Kind auf dem Nachhauseweg etwas passiert oder das Kind etwas anstellt oder einen Unfall verursacht?

Gruß

Tomi
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Alt 24.07.2007, 15:42   #2
Anagrom Ataf
Moderator
 
Registriert seit: 13.01.2005
Beiträge: 21.481
Das hat nicht unbedingt etwas mit Vereinsrecht zu tun und wandert darum ins "Sonstige Zivilrecht".
Erst einmal müsste man wissen, ob für die Teilnahme am Musikunterricht Vereinbarungen (welche?) getroffen werden oder sie zu den Mitgliederrechten gehört, die schon durch den Beitrag gedeckt sind.

Grundsätzlich sollte jeder Anbieter mit den Eltern schriftlich regeln, wo seine Verantwortung anfängt und aufhört und ob die Kinder allein nach Hause laufen dürfen.
__________________
Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll.
Anagrom Ataf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2007, 15:52   #3
sana
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 11.08.2005
Beiträge: 10.260
In diesem Zusammenhang interessiert mich auch die Frage (schon länger...), wie es mit Aufsichtspflicht ausieht (wie bei der Schule?).

Z.B. Wenn ein Kind unentschuldigt nicht zum Unterricht erscheint, muss der Lehrer die Eltern benachrichtigen?
sana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2007, 17:54   #4
help-me
Forenabhängiger :-)
 
Registriert seit: 08.09.2006
Beiträge: 493
Die Telekommunikationsunternehmen würden sich freuen.

Afaik dürfen sie das mitteilen, auch bei volljährigen Schülern, aber müssen..
help-me ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2007, 18:08   #5
sana
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 11.08.2005
Beiträge: 10.260
Ich finde schon, dass dies heutzutage wichtiger wird (für Vereine und Privatanbieter von Kinderaktivitäten, wie Malunterricht, Musikunterricht, Sportunterricht, Nachhilfe). Aber im Gesetz habe ich nichts dazu gefunden, heißt das, dass man das "frei" verhandeln kann?

Schullehrer sind z.b. verpflichtet, die Eltern zu benachrichtigen, wenn ein Kind 3 Tage unentschuldigt gefehlt hat, ansonsten haftet der Lehrer, wenn z.B. der Schüler die Schule geschwänzt hat, in der Stadt war und dort im Unfall verwickelt wurde.

Wo sind die Haftungsgrenzen aber bei freiwilligen Aktivitäten?

Es könnte ja vorkommen, dass ein Kind 3 Mal den Musikunterricht schwänzt und stattdessen Eis essen geht, und die berufstätigen Eltern kriegen nichts davon mit.

Ich schätze mal, wenn dem Kind auf dem Nachhauseweg was passiert (Unfall, Überfall), muss der Anbieter nicht haften.
sana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2007, 19:15   #6
walu
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Beginn und Ende der Aufsichtspflicht
Zitat:

Bei Jugendgruppenstunden beginnt die Aufsichtspflicht mit dem Kommen der ersten Kinder und endet mit dem Gehen des letzten Kindes. Schon aus diesem Grunde sollten die Eltern schon im vorab über den Beginn und das Ende der Veranstaltung informiert sein. Für den Jugendleiter/die Jugendleiterin bedeutet das aber auch:
  • rechtzeitig zur Gruppenstunde da sein (ca. 15 Minuten).
  • so lange da bleiben, bis auch das letzte Gruppenmitglied abgeholt ist
  • sofern sich Änderungen in den Zeiten ergeben, dann die Eltern vorab informieren.
  • Sollte ein Kind schon längere Zeit von der Gruppe weggeblieben sein, dann empfiehlt sich ggf. auch mal ein Anruf um nach dem Grund zu fragen. Es gab schon Kids, die daheim angaben in die Gruppe zu gehen und sich jedoch mit ein paar Kumpels irgendwo anders trafen. Allerdings besteht keine Aufsichtspflicht, wenn die Kids nicht in der Gruppenstunde erscheinen und sich anderweitig vergnügen.
  • Für den Hinweg bzw. Rückweg von zu Hause zur Gruppenstunde besteht keine Aufsichtspflicht.
  • Quelle: praxis-jugendleiter
Ich habe keine in der Tendenz anderslautenden Aussagen gefunden und es war mir auch nur so im Grundsatz geläufig.

===========
Wenn die Eltern entscheiden, dass ihr Kind alleine nach Hause gehen kann/soll, dann ist das die Verantwortung der Eltern. Sofern also keine außerordentlichen Umstände eintreten, wie z. B. Unwetter oder drohende Prügelei / Abzocke, füheres Ende, Ausfall der Übungsstunde, Anruf der Eltern wg. Verhinderung etc., dann ist der Übungs-/Jugend-/x-leiter mit dem Ende der Übungsstunden frei.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, Wegeunfälle extra zu versichern.

Schülerinnen und Schüler sind dageggen grundsätzlich auf dem Weg zur Schule und auf dem Heimweg gesetzlich unfallversichert.

Aus einer Übersicht zu Ausbildungs- und Lernzwecken in meinem Bundesland:
"Klassenlehrerinnen oder Klassenlehrer haben für die Aufrechterhaltung der Schulordnung und für einen regelmäßigen Schulbesuch zu sorgen. Verletzung der Schulpflicht und gröbere Verstöße gegen die Schulordnung sind der Schulleiterin oder dem Schulleiter zu melden.

Klassenlehrerinnen oder Klassenlehrer können den Schülerinnen oder Schülern ihrer Klasse Urlaub bis zu sechs aufeinander folgenden Tagen im Monat erteilen.
Die Eltern haben dafür zu sorgen, dass die Schülerin oder der Schüler am Unterricht und an sonstigen Schulveranstaltungen teilnimmt."

Ansonsten regeln m. E. Schulgesetze, Verordnungen und Erlasse die Einzelheiten, und das gleich für jedes Bundesland einzeln. Die Grundsätze für die einzelne Schule werden durch die Schulkonferenz u. a. in der Schulordnung festgelegt.

An den Schulen meiner Kinder gilt laut Schulordnung, wann und bis wann die Kinder abgemeldet / entschuldigt werden müssen, bspw. morgens durch Anruf im Schulsekretariat. Entschuldigungen sind ebenfalls terminiert.

Der Rest hängt dann auch von den Umständen, der Schulart etc. ab. An einer Hauptschule am Ort wird bspw. erwartet, dass die Kinder morgens abgemeldet werden. Andernfalls erfolgt ein Anruf bei den Eltern in der ersten großen Pause.
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