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Alt 16.11.2007, 22:17   #1
Einauge
Forenabhängiger :-)
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 254
Beitrag Wie eine Bestätigung des Gläubigers zum freihändigen Verkauf vor ZV-Termin?

Hallo,

für ein für mich interessantes Objekt ist ein Termin (in gut drei Wochen) zur Zwangsversteigerung angesetzt worden. Das Objekt ist leer, Zustand bekannt, Im Grundbuch steht nur die Bank.

Die betreibende Bank teilte bereits mündlich mit, dass sie einem 7/10-Verkauf nicht zustimmen wird. Sie wollen mindestens den Verkehrswert.
Nach meiner Einschätzung wird das Objekt zum ersten Termin sicherlich wegehen.

Nach Suche konnte ich den Eigentümer auftreiben. Dieser wäre zum freihändigen Verkauf bereit.

Wie bekomme ich von der Bank die Zustimmung um einen kurzfristigen Notartermin vereinbaren zu können?
Der "Mindestpreis" der Bank wurde mündlich mitgeteilt. Nur hätte ich gern schriftlich den Zustimmungspreis. Wann hebt die Bank die ZV auf?

Gibt es noch andere Risiken die zu beachten wären?
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Alt 17.11.2007, 14:06   #2
Erlotan
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 12.11.2007
Beiträge: 1.671
Hier ist ausschließlich die Bank die Verhandlungspartnerin.
Auch wenn der Bank bei der Versteigerung das Höchstgebot zu niedrig
ist, kann sie immer noch nein sagen, und versuchen das Haus
selbst zu veräußern.
Unter dem Verkehrswert ist wohl nichts zu machen.
Erlotan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2007, 14:33   #3
Kuli
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 14.07.2005
Ort: Eichwalde
Beiträge: 2.239
Es kann aber auch sein, daß die Bank blufft.
Kuli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2007, 16:25   #4
FreeYourMind
Forenabhängiger :-)
 
Registriert seit: 15.02.2007
Beiträge: 283
Die Bank muss Dir auf jeden Fall vorher schriftlich bestätigen, dass sie im Fall eines freihändigen Verkaufs gegen Auskehrung eines Betrages von X EUR (Kaufpreis) eine Löschungsbewilligung für die zu ihren Gunsten im Grundbuch eingetragene Grungschuld erteilen wird. Gleichfalls würde ich mir schriftlich bestätigen lassen, dass das ZV Verfahren nach Beurkundung des entsprechenden Kaufvertrages nicht weiter fortgeführt sondern eingestellt wird.

Auch wichtig, die Bank kann nicht verkaufen. Soll heißen, der zu beurkundende Kaufvertrag muss vom gegenwärtigen Eigentümer unterschrieben werden. Aber das ist ja wohl bereits geklärt.
FreeYourMind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2007, 19:34   #5
Einauge
Forenabhängiger :-)
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 254
Zitat:
Zitat von Einauge Beitrag anzeigen
...Die betreibende Bank teilte bereits mündlich mit, dass sie einem 7/10-Verkauf nicht zustimmen wird. Sie wollen mindestens den Verkehrswert.
Nach meiner Einschätzung wird das Objekt zum ersten Termin sicherlich wegehen....
Kann die Bank beim ev. freihändigen Verkauf vor dem ZV-Termin oder auch zum Termin selbst die Zustrimmung / den Zuschlag verweigern, wenn der Verkehrswert geboten wird?
Einauge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2007, 10:47   #6
supersabine
Gast
 
Beiträge: n/a
Die Bank hat nach § 30 ZVG das Recht, während eines Verfahrens 2 mal eine einstweilige Einstellung zu bewilligen.
Wenn sie das bisher nicht gemacht hat, kann sie das z.B. tun, weil ihr das Gebot nicht hoch genug ist.
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Alt 18.11.2007, 16:32   #7
Einauge
Forenabhängiger :-)
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 254
Zitat:
Zitat von supersabine Beitrag anzeigen
Die Bank hat nach § 30 ZVG das Recht, während eines Verfahrens 2 mal eine einstweilige Einstellung zu bewilligen.
Wenn sie das bisher nicht gemacht hat, kann sie das z.B. tun, weil ihr das Gebot nicht hoch genug ist.
Ich finde im § 30 ZVG keinen Hinweis auf Verweigerungsmöglichkeit des Gläubigers wenn der Verkehrswert geboten wird!

Kann die Bank beim freihändigen Verkauf vor dem ZV-Termin oder auch zum Termin selbst die Zustimmung oder den Zuschlag verweigern, wenn "NUR" der Verkehrswert geboten wird?
Oder muss der Gläubiger beim Verkauf zum Verkehrswert zustimmen?
Einauge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2007, 17:48   #8
supersabine
Gast
 
Beiträge: n/a
[QUOTE=Einauge;529125]Ich finde im § 30 ZVG keinen Hinweis auf Verweigerungsmöglichkeit des Gläubigers wenn der Verkehrswert geboten wird!

Im ZVG steht:
§ 30, Abs. 1) Das Verfahren ist einstweilen einzustellen, wenn der Gläubiger die Einstellung bewilligt. Die Einstellung kann wiederholt bewilligt werden. Ist das Verfahren auf Grund einer Bewilligung des Gläubigers bereits zweimal eingestellt, so gilt eine erneute Einstellungsbewilligung als Rücknahme des Versteigerungsantrags.


Das bedeutet, dass der Gläubiger zweimal das Recht hat, die einstweilige Einstellung des Verfahrens zu bewilligen. Aus welchem Grund auch immer.
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Alt 18.11.2007, 18:15   #9
Einauge
Forenabhängiger :-)
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 254
Zitat:
Zitat von supersabine Beitrag anzeigen
...Im ZVG steht:
§ 30, Abs. 1) Das Verfahren ist einstweilen einzustellen, wenn der Gläubiger die Einstellung bewilligt. Die Einstellung kann wiederholt bewilligt werden. Ist das Verfahren auf Grund einer Bewilligung des Gläubigers bereits zweimal eingestellt, so gilt eine erneute Einstellungsbewilligung als Rücknahme des Versteigerungsantrags.


Das bedeutet, dass der Gläubiger zweimal das Recht hat, die einstweilige Einstellung des Verfahrens zu bewilligen. Aus welchem Grund auch immer.
Das habe ich gelesen. Nur geht daraus nicht hervor, dass der Gläubiger dem Verkauf zum Verkehrswert vor dem ZV-Termin (oder auch zum Termin) zustimmen MUSS.

Deshalb meine Frage.
Einauge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.11.2007, 19:49   #10
Kuli
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 14.07.2005
Ort: Eichwalde
Beiträge: 2.239
Zitat:
Zitat von Einauge Beitrag anzeigen
Nur geht daraus nicht hervor, dass der Gläubiger dem Verkauf zum Verkehrswert vor dem ZV-Termin (oder auch zum Termin) zustimmen MUSS.
Muss er auch nicht. Er kann trotzdem einstellen lassen. Auch wenn der Verkehrswert * pi Halbe geboten wurde.

-Kuli
Kuli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2007, 06:14   #11
FreeYourMind
Forenabhängiger :-)
 
Registriert seit: 15.02.2007
Beiträge: 283
Der betreibende Gläubiger ist immer Herr des Verfahrens. Und auch eine zweimalige einstweilige Einstellung ist kein Garantie für einen Zuschlag unterhalb des Verkehrswertes in dem darauf folgenden Termin. Im Zweifelsfall geht's einfach wieder von vorne los.
FreeYourMind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2007, 08:51   #12
Einauge
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Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 254
Zitat:
Zitat von FreeYourMind Beitrag anzeigen
Der betreibende Gläubiger ist immer Herr des Verfahrens. Und auch eine zweimalige einstweilige Einstellung ist kein Garantie für einen Zuschlag unterhalb des Verkehrswertes in dem darauf folgenden Termin. Im Zweifelsfall geht's einfach wieder von vorne los.
Wenn ich den Verkehrswert biete, muss ich nicht den Zuschlag erhalten?
Einauge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2007, 09:36   #13
johanni
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Registriert seit: 02.12.2005
Beiträge: 773
Hallo Einauge,

zunächst muss mal erst mal überlegen, welche Verhandlungsvollmachten denn son Bankmitarbeiter hat

Wenn Du so an der Immmobilie interessiert bist, der Termin in 3 wochen stattfindet, dann würde ich mit dem Eigentümer aber sofort einen Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Zwangsversteigerungen aufsuchen


Wenn Ihr " pfiffig" seid, kommt es u.U. gar nicht zur Verhandlung!!

Johanni
johanni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2007, 10:17   #14
Kuli
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Registriert seit: 14.07.2005
Ort: Eichwalde
Beiträge: 2.239
Zitat:
Zitat von Einauge Beitrag anzeigen
Wenn ich den Verkehrswert biete, muss ich nicht den Zuschlag erhalten?
Nein. Wie oft willst Du es denn noch hören?
Kuli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.11.2007, 10:46   #15
hugo790
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Registriert seit: 30.04.2007
Beiträge: 928
Zitat:
Zitat von Einauge Beitrag anzeigen
Wenn ich den Verkehrswert biete, muss ich nicht den Zuschlag erhalten?
wenn der Glaeubiger nicht will, kannst du imho nur kaufen, wenn du die komplette Grundschuld zahlst.
hugo790 ist offline   Mit Zitat antworten
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